Zum Fünften: Silberstrick-Workshop der Schmuckstrickerei

Zum fünften Mal hat die Schmuckstrickerei Kettenherz einen Silberstrick-Workshop veranstaltet: Am Wochenende wurde in der Galerie im Stadtmuseum fleißig gelieselt: Sieben Teilnehmerinnen, darunter zwei "Wiederholerinnen", lieselten mit Silber oder Kupfer und schufen sich so ihre ganz eigenen Schmuckstücke. Die eine lieselte einen gleichmäßigen Strickschlauch, als hätte sie nie etwas anderes getan, eine andere tat sich schwer - der Draht riss immer wieder, doch: Sie blieb dran und gab nicht auf. So hatte jede Teilnehmerin am Ende ein eigenes Schmuckstück erstellt. Noch sind nicht alle Teile fertig, manche müssen noch in der Werkstatt der Schmuckstrickerei Kettenherz nachbearbeitet werden oder es fehlt noch ein Zubehör, das aus einem Silber-Knubbel einen Ohrhänger macht. In jedem Fall können sich die Ergebnisse des Silberstrick-Workshops der Schmuckstrickerei Kettenherz im Stadtmuseum Neuötting sich sehen lassen: Eine Teilnehmerin teilte ihren Strickschlauch zu einer Kette und einem ganz dünn gezogenen Armband, das eine besondere, vergoldete Desgin-Schließe bekam. Eine zweite Teilnehmerin hat aus ihrem langen Strickschlauch eine Modulkette gemacht: Eine kurze Kette und ein Armband können zu einer langen Kette zusammengeschlossen werden. Eine Eine weitere Dame strickte sich aus Kupfer ein Armband mit einem „Kissen“ als Zierde. Andere Stücke müssen noch in der Schmuckstrickerei-Werkstatt fertiggestellt werden. Sie werden demnächst dann auch hier zu sehen sein.



Ich mag solche Farbenspiele und kann gar nicht genug davon bekommen: Mit diesem Regenbogen, der mir dank eines Prismas am Wohnzimmerfenster soeben geradewegs in den Schoß gelegt wurde, kann ich jetzt ganz wunderbar die Perlen für die nächste Regenbogenkette auffädeln. Das kann dann ja nur ein wunderbares Stück werden! Die Farben sind übrigens komplett unbearbeitet - Natur braucht das nicht....
Schmuck, so finde ich, muss nicht nur gefallen und schön sein. Ich finde, es gehört auch ein bisschen Spaß und Spielerei dazu. Das geht besonders gut bei den "Goldstück-Variationen", die es in vergoldetem Draht gibt oder jetzt auch wieder neu in Silber. Kettchen, wechsel‘ Dich, heißt hier das Spiel mit Silber: Kette und Armband können einzeln oder als ein einziges Schmuckstück getragen werden. Wer eine lange Kette mag - etwa überm Rolli - der steckt Kette und Armband einfach zu einem langen Collier zusammen. Geschlossen wird das Ketten-Spiel mit einer Wechselmechanik – und die macht hier ihrem Namen alle Ehre. In der Neuauflage hat die Variation eine Wechselmechanik aus mattiertem Edelstahl mit 8 Millimeter großen Kugeln als Verschluss bekommen. Werden beide Teile als Ganzes getragen, ist das Collier, in dem 15 Gramm Sterlingsilber verstrickt sind, satte 68 Zentimeter lang.
Mit einem nur 0,2 Millimeter dünnen, 14 Karat vergoldeten Draht, ist dieses zarte Collier gestrickt. Damit trotz des geringen Durchmessers die Kette Stabilität behält, ist sie engmaschig gelieselt – ein Dutzend Maschen werden auf einer kleinen Liesel Runde um Runde gestrickt. In dem so entstandenen Schlauch stecken geschliffene Glasperlen in einem zarten Roséton. Die Perlen nehmen sich zunächst zurück, je nach Lichteinfall zeigen sie aber funkelnde Lichtreflexe und strahlen mit ihrer Trägerin um die Wette. Geschlossen wird das zarte, 47 Zentimeter lange Collier mit einem zurückhaltenden Bajonett-Verschluss aus vergoldetem Sterlingsilber. Dazu passend gibt es ein Paar Ohrhänger – klein, aber fein und ebenso aus dem 14 Karat vergoldeten Draht gestrickt. Als farblich warmes „Gegenstück“ zum Modell „Eisprinzessin“ hat sich hier der Modellname „Sonnenkönigin“ quasi an die zarte Kette gelegt.
Gegen das kalte Januar-Grau hilft ein Regenbogen – auch, wenn er noch im Glas steckt. Beim Workshop Kettenstricken der Schmuckstrickerei im März soll er „belebt“ werden und als Silberkette und Armband Freude bereiten - und zwar nicht nur beim Tragen, sondern auch schon beim Machen! Denn: Selbstgestricktes ist das schönste Gestrick! Hier sind die zwölf verschiedenfarbigen Edelsteine für das geplante Regenbogen-Projekt einer Teilnehmerin schon vorbereitet - ganz genau abgezählt für das geplante Muster. Für den Workshop sind aktuell noch zwei Plätze frei.
Der Rohstoff für die Kettenherz-Kunst ist meist Silber – und das wird aktuell von Tag zu Tag wertvoller. Die Kurve für den Silberpreis steigt vor allem seit Ende vergangenen Jahres von Allzeithoch zu Allzeithoch und als Beobachter staunt man nur noch. Vielleicht wurde Silber einfach viel zu lange unterschätzt. Der Preisspirale kann man natürlich auch eine gute Seite abgewinnen. Man kann in Fonds investieren, das Silber in Münzen oder Barren anlegen. Man kann aber auch: Das Silbercollier am Hals anlegen, das Armband am Handgelenk, den Ring am Finger. Zum Glück sind die Modelle der Schmuckstrickerei Kettenherz auf Langlebigkeit angelegt: Vom Stil her geradlinig, zeitlos und edel. Gefertigt mit viel Geduld und Liebe zum Handwerk. So entstehen besondere Unikate, die schön sind, der Spaß machen, mit denen man sich wohlfühlt. Und ob Silber nun wirklich schon das neue Gold ist, wie es gelegentlich heißt - das ist eher ein Thema für Spekulanten. Schön und wertvoll sind beide Metalle - jedes auf seine Art. Übrigens: Edelstahl lässt sich auch prima verstricken – und bietet sich als günstigere Alternative an.
Kontrastprogramm: Titandraht ist ein ungewöhnliches, aber hochinteressantes Material für Schmuck, das unter anderem durch seine Leichtigkeit fasziniert. Für diese Kette habe ich den 0,25 Millimeter dünnen Draht mit kleinen, vergoldeten Silberkugeln kombiniert – in verschiedenen Größen von 3 bis 6 Millimetern. Mit einem Bajonettverschluss aus vergoldetem Silber wird das 18 Gramm leichte Collier geschlossen. Als Draht ist er ein bisschen zäh zu verarbeiten, dafür ist er besonders lange haltbar: Er ist korrosionsbeständig,und hält sogar Seewasser aus. Weil Titan nickelfrei und besonders hautverträglich ist, ist Schmuck aus diesem Material auch für Allergiker oder sogar für Kinderschmuck bestens geeignet.Titan wird unter anderem in der Raumfahrt und in der Chirurgie eingesetzt, aber auch Brillen werden mit ihm gestaltet. Als Schmuckdraht ist Titan sehr beweglich. Die Kette hat eine Länge von 47,5 Zentimetern - das ist aber eigentlich eher theoretisch zu sehen: Das Gestrick dehnt sich leicht, wenn man daran zieht. Die Kette aber bleibt bei der Länge - das Gestrick ist zu leicht, als dass die Kette sich aushängen würde.
Ein funkelndes, schönes, gesundes neues Jahr wünscht die Schmuckstrickerei Kettenherz! Auf dass es auch im neuen Jahr ganz viele Möglichkeiten und Gelegenheiten geben möge, das Schöne und Besondere im Alltag zu sehen, Zeit dafür zu haben, es genießen zu können und die Freude darüber mit anderen zu teilen. In dem Sinne: Ganz viel Glück für 2026!
Eine schöne Adventsstimmung kommt schon beim Spaziergang durch die Reichenhaller Innenstadt auf, die vielfältig beleuchtet ist – unter anderem mit einem Himmel voller Sternenkugeln. Wenn man am Ziel – im großen Saal des Königlichen Kurhauses – angekommen ist, geht es himmlisch weiter: Den Saal-„Himmel“ schmücken ein Deckengemälde und funkelnde Kronleuchter. Und schaut man auf die opulent verzierte Galerie, muss man unweigerlich an Opernszenarien früherer Tage denken. Das allein macht schon gute Stimmung. Die Hauptrolle am vergangenen Wochenende spielten aber rund 60 Kunsthandwerker aus Deutschland und Österreich, die beim 35. Adventmarkt im Kurhaus die ganze Bandbreite schönen Handwerks präsentierten. Der Schwerpunkt lag auf allem, was zum Advent und zu Weihnachten gehört, was glitzert, aber auch ganz ohne Glimmerglanz einfach schön ist. Über den Advent hinaus wirkt etwa gemaltes Porzellan, gefallen schicke Hüte, stimmungsvolle Leuchten aus Holz – und natürlich die Schmuckstücke aus der Schmuckstrickerei Kettenherz. Ich sage jetzt, da die Werkstatt zuhause schon fast wieder aufgeräumt ist, ein großes Dankeschön für Euer Interesse an meinem Handwerk! Und ich freue mich auf den nächsten Markt – bei dem man sich gedanklich in eine noch länger zurückliegende Welt versetzt fühlt: Bei der Burghauser Burgweihnacht am dritten Advent – von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. Dezember.
Der nächste Markttermin für die Schmuckstrickerei ist der zweite Advent: Im schönen Königlichen Kursaal von Bad Reichenhall findet am Samstag 6. und Sonntag, 7. Dezember der 35. Adventmarkt statt. Geöffnet ist der Markt am Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. 60 Kunsthandwerker aus Bayern und Österreich zeigen, was sie können und das Angebot liest sich wie ein „KuK“: Kunst und Kunsthandwerk in den Bereichen Kerzen, Kränze, Kripperl, Klosterarbeiten, Keramik - aber auch Engerl, Christbaumschmuck, Schmuck für weltliche Engerl, Hüte, Taschen, Seidentücher und vieles mehr werden hier präsentiert.
Gestricklieselter Silberschmuck – das klingt ein bisschen verschraubt, aber es funktioniert eigentlich ganz einfach. Und es gibt keinen Haken an der Sache.
Im Moment hat die Seide in meiner Werkstatt die Überhand gewonnen, der Schmuck ist in den Hintergrund gerückt, weil das Seidentuch gemalt werden will. Und wenn der Rahmen schon einmal montiert ist, die Spannklammern samt ihrer Gummis angebracht sind (und das ist eine echte Fummelei!) – dann wird auch gleich ein zweites Tuch gemalt. Aber: Spätestens morgen früh ist meine Werkstatt wieder eine Schmuckwerkstatt – denn für den Neuöttinger Kunst- und Handwerkermarkt am Samstag und Sonntag, 15. und 16. November im Rathaus Neuötting will ich auch noch ein bisschen was aus Silber und Edelsteinen fertigmachen. Ich freu mich drauf: Aufs Machen und auf den Markt!
Edelsteine, wohin man nur schaut und was man aus ihnen machen kann: Die Mineralientage in München, die heute zu Ende gehen, präsentierten Steine in allen nur erdenklichen Variationen. Kleine, feine Edelsteine, versteinertes Meeresgetier, Korallen, versteinertes Holz und Meteoriten aus einer ganz anderen Welt. Die zeitlichen Dimensionen, die sich hier auftun, sind unvorstellbar: Meteorite sind von hunderten Millionen Jahren bis hin zu 4,5 Milliarden Jahre alt. Da erscheint das versteinerte Holz aus Arizona, aus dem Tische gefertigt werden, mit bis zu 220 Millionen Jahre, regelrecht „jung“ dagegen. In den Millionen Jahren wird das Holz durch Mineralien quasi ersetzt – verkieselt. Je nachdem, welches Material gerade eingeschlossen wurden, zeigt sich das versteinerte Holz in verschiedensten Farben – je nachdem, was für eine Substanz während der Versteinerung eingeschlossen wurde. Ich war ganz fasziniert von dem versteinerten Holz, auch, wenn es in der Form wie im Bild – als fast kompletter Baumstamm – mal nicht für Schmuck geeignet ist. Dafür gab es auf der Messe in Riem ganz viele andere Edelsteine. So dürften die Ideen nicht ausgehen.
Erstmals war die Schmuckstrickerei Kettenherz beim Kunst- und Designmarkt im Ofenwerk Nürnberg vertreten und das Wochenende war wirklich eine heiße Sache: Geschätzt 8000 Besucher kamen an den zwei Tagen in die alte Industriehalle aus den 1920er Jahren zum Schauen und Kaufen – da war richtig was los! 130 Aussteller zeigten ihre Besonderheiten aus vielen Bereichen: Die kleinsten Teilchen dürften die Tomatensamen gewesen sein, die ein Münchner hier feilbot, zu den wohl größten Stücken gehörten unter anderem aus einem Baumstamm herausgearbeitete „Wellen“ aus Holz. Mittendrin – zwischen Fotografie und Likör – ich mit meiner Schmuckstrickerei. In den Hallen daneben waren Oldtimer untergestellt – fast genauso schön bunt wie der ganze Markt. Ein Foodtruck und Liegen zum Chillen vor dem Eingang der Halle ergänzten das Angebot, denn: Pause muss sein.