Spiel mit den Goldstück-Variationen

Außergewöhnlich präsentiert sich dieses Goldstück: Kette und Armband bilden ein Set, das nach dem „Gold filled“-Standard mit 585er Gelbgold hochwertig und dauerhaft vergoldet ist. Beide Teile können miteinander zu einem langen Collier verbunden werden. Möglich macht das in diesem Fall die Wechselschließtechnik - die zumeist als Basis aus Edelstahl besteht. Für die Trägerin bietet sich dabei die Gelegenheit, mit den Goldstück-Variationen zu spielen: Die Klaviatur der Möglichkeiten reicht hier von der polierten vergoldeten Kugel über große, kontrastierende Kugeln in matter Edelstahl-Optik oder aus dem Holz einer tausende Jahre alten Mooreiche bis hin zu Edelsteinen, die mit der Wechselmechanik versehen sind.
Außergewöhnlich ist hier auch das hier verwendete Material: „Gold filled“ bezeichnet eine hochwertige, aber vergleichsweise preiswerte Legierung, bei der 585er Gold auf den Messingkern in einem speziellen Verfahren aufgewalzt und dauerhaft mit dem Trägermetall verschweißt wird. So ergibt sich im Gegensatz zu einer normalen Vergoldung eine wesentlich dickere Echtgoldschicht um den Kern herum. „Gold filled“ ist damit eine hochwertige und widerstandsfähige Legierung, die eine deutlich längere Lebensdauer hat als bei der einfachen Vergoldung. In Farbe und Glanz ist kaum ein Unterschied zu echtem Gold zu sehen.
Auf ein Neues: Der Kunsthandwerkermarkt im Rathaus Neuötting, veranstaltet vom Verein „Wir sind Neuötting“ steht vor der Tür – und ich freue mich sehr darauf, wieder „Heimspiel“ haben zu dürfen. Am Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, gibt es jeweils von 10 bis 17 Uhr wieder die handgemachten Werkstücke von 40 Ausstellern aus den verschiedensten Bereichen - Papier, Holz, Wachs, Wolle und natürlich auch Schmuck. Die Schmuckstrickerei Kettenherz bringt bewährte und neue Modelle mit – zumeist aus Silber, aber auch aus z.B. Edelstahl, Titan, vergoldetem Silber oder (seltener) Echtgold.
Der Workshop der Schmuckstrickerei Kettenherz hat noch eine Reihe weiterer schmucker Ergebnisse zutage gebracht: Neben den bereits veröffentlichen Werkstücken unter anderem einer 22-jährigen Studentin seien hier die Arbeiten einer Österreicherin präsentiert, die bereits zum dritten Mal beim Workshop (also von anfang an) mit dabei war – und zuhause bereits fleißig weiter gelieselt hat. Dazu gehört unter anderem das Modell "Das odfene Ende" - hier mit Turmalinen und vergoldeten Rundstückchen.

Ganz unterschiedlich schöne Schmuckstücke sind beim jüngsten Workshop der Schmuckstrickerei Kettenherz entstanden – die ersten Ergebnisse seien nun nachgereicht: Der Schwerpunkt lag beim dritten Kurs auf Armbändern: Unter anderem hat die bisher jüngste Teilnehmerin, eine 22-jährige Studentin, ein rundes Armband mit Muschelkernperlen und ein flaches Armband mit zwei Varianten von vergoldeten Kissen gearbeitet.
Nach Hause ging sie mit Edelstahldraht, den sie in Kombination mit eingestrickten Amethysten verarbeiten will.
Zwei Teilnehmerinnen, die sich mit dem Lieseln richtig schwer taten, und bei denen es manchen Piekser mit der spitzen Nadel gab, haben sich Ohrringe erarbeitet, die im Nachgang des Kurses nun in meiner Werkstatt fertig gemacht werden. Ein erstes Stück ist hier zu sehen.
Das ist geballte Energie: Einmal das Universum umarmen – das habe ich mir auf der „Munich Show & Gem-World“ nicht entgehen lassen. Eine wahrhaft coole Sache: Der Meteorit ist ein Eisen-Meteorit und fühlt sich kühl an. Unter dem Motto „Touch the universe“ luden die Mineralientage München dazu ein, den größten und schwersten jemals in Deutschland gefundenen Meteoriten zu berühren. 136,4 Kilogramm schwer ist der Brocken aus dem All. Er stammt aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und ist mit etwa 4,6 Milliarden Jahren älter als die Erde. Laut Mitteilung der Münchner Mineralientage Fachmesse GmbH ist er viele Millionen Jahre um die Sonne gezogen. Als er in die Erdatmosphäre eintrat, war er wohl 70 000 Kilometer schnell und wog noch einige hundert Kilogramm. Was in der Ausstellung zu sehen ist, ist der Meteoritenkern, der bei all den Superlativen, die er sonst so aufweist, mit seinen Maßen 60 mal 35 mal 21 Zentimeter relativ klein wirkt. Den Namen hat das starke Stück von seinem Fundort in der Gemeinde Issigau in Oberfranken. Entdeckt wurde er bei Grabungsarbeiten im April 2020. Noch bis zum Sonntag, 27. Oktober, kann man sich auf der Messe in München dem Weltall annähern. Ganz nebenbei kann man auf dem Messegelände in Riem noch viel mehr entdecken: 1100 Aussteller sind vertreten, sie bieten Schmuck, Edelsteine, Mineralien, Fossilien und noch viel mehr an.
Beinahe hätte ich ja vor lauter Stricklieseln vergessen, ein Foto vom dritten Strickliesel-Kurs der Schmuckstrickerei Kettenherz zu machen! Kurz vor Schluss am Sonntagnachmittag, als bereits einige Teilnehmer gegangen waren, habe ich dann doch noch einen Schnappschuss von unserer Runde geschafft. Fleißige Lieschen sind hier (von links) eine Rentnerin aus Mühldorf, eine Studentin aus dem Landkreis Altötting, sowie Tochter und Mutter aus dem Landkreis Traunstein. Auf jeden Fall aufs Foto mit dazu gehört hätte eigentlich noch eine Dame aus Österreich, die von Anfang an bei jedem Kurs mit dabei war – doch sie hatte am Sonntagnachmittag noch einen anderen Termin. Der dritte Strickliesel-Workshop der Schmuckstrickerei Kettenherz fand am Wochenende im AWO-Mehrgenerationenhaus in Altötting statt. Dass im Saal nebenan gerade auch das Herbstfest des Altöttinger AWO-Ortsvereins gefeiert wurde, haben wir vor lauter Konzentration auf Nadel, Draht und Liesel fast gar nicht gemerkt. Immerhin sind auch an diesem Wochenende wieder schöne Schmuckstücke entstanden. Je nach Draht zum Draht war das Ergebnis ganz unterschiedlich. Und erstmals haben leider auch zwei Teilnehmerinnen für sich entschieden, dass die (zugegeben durchaus fummelige) Lieslerei nix für sie ist. Immerhin: Probieren geht über studieren! Am Ende gibt es aber für jede ganz besondere, ganz eigene Werkstücke – und jedes Mal fallen sie anders aus. Genau das macht für mich auch den Reiz dieser Kurse aus: Jede Teilnehmerin (bisher waren nur Damen mit dabei) wird von Stunde zu Stunde sicherer im Umgang mit Nadel und Liesel - das lässt sich am Werkstück ablesen. Und in jedem Fall zeigt sich: Jede "Strickliesel" entwickelt ihren eigenen Stil.
Während aktuell noch die letzten Vorbereitungen für den Strickliesel-Workshop am 19. und 20. Oktober zu erledigen sind, geht der Blick schon in Richtung des nächsten Marktes: Der Kunst- und Handwerkermarkt des Vereins „Wir sind Neuötting“ findet am 16. und 17. November zum 27. Mal statt. Vor sieben Jahren präsentierte die Schmuckstrickerei hier im Rathaus erstmals ihren gestricklieselten Echtsilber- und Edelsteinschmuck. Im Foyer, im „Blauen Saal“ und im Stadtsaal wird dann wieder feine Kunst und vielfältiges Handwerk präsentiert. Keine Frage, dass die Schmuckstrickerei auch dieses Mal wieder mit von der Partie ist – der Markt ist einfach bunt, schön und für mich ganz nebenbei auch ganz schön nah. Schließlich bin ich in Neuötting zuhause. Mit im Gepäck ist unter anderem auch der „Regenbogen-Trichter“, der auf dem Plakat im Bild links unten zu sehen ist.
Die großen und kleinen Runden sind bereit für den Strickliesel-Kurs der Schmuckstrickerei Kettenherz am 19. und 20. Oktober in Altötting: Mit 0,4 Millimeter dünnem Echtsilberdraht und einer Liesel mit neun Dornen werden von den Teilnehmerinnen ganz individuelle Ketten gelieselt. Man darf gespannt sein, was für schöne Stücke dabei entstehen werden. Möglichkeiten gibt es viele: Neben Silber kann man auch mit Edelstahl oder Titandraht stricken, mit Kupfer oder mit farbig ummanteltem Kupferdraht. Das Werkstück kann man pur lassen oder mit Perlen oder Edelsteinen ergänzen.
„Die gerade Linie ist gottlos“ – das jedenfalls fand der Künstler, Architekt und Umweltaktivist Friedensreich Hundertwasser, bekannt für seine Bilder mit vielen bunten Farben, Kreisen, Spiralen und Punkten - fast ohne gerade Linie. Als Architekt baute Hundertwasser überall Rundungen ein - selbst der Boden im Hundertwasserhaus in Wien ist nicht ganz eben.Denn die Natur, so war er überzeugt, hat keine geraden Linien. Hundertwassers Kunstwerk „Der Weg“ ist - wie so vieles im Leben – alles andere als gerade: Eine blau-rote Spirale ist das zentrale Motiv. Ich bin ein großer Fan der Kunst von Friedensreich Hundertwasser, aber ich habe auch ein Faible für klare, gerade Linien. So wollte ich eigentlich einen Ring mit geraden Linien aus schwarzen Edelsteinen arbeiten. Dass der „Premierenring“ aber ausgerechnet einer mit einer geraden Regenbogenlinie wurde, ist dem Zufall (und der Lust an Farben) geschuldet. Ausgerechnet ein Regenbogen – gerade… wie gottlos… Immerhin biegt sich der Regenbogen am Finger in eine Annäherung seiner ursprünglichen Form. Und immerhin hatte ich zuvor einen Regenbogenring mit einer doppelten geschwungenen Linie gestrickt. Welcher ist nun schöner? Schön bunt sind sie jedenfalls beide. Ich bin schon gespannt, welcher Ring wem nun besser gefällt. Wer den direkten Vergleich ziehen will, der hat dazu am 28. und 29. September bei meinem nächsten Markt auf Schloss Pertenstein die Gelegenheit – von 10 bis 18 Uhr. Oder am 16. und 17. November beim Kunsthandwerkermarkt des Vereins „Wir sind Neuötting“ im Neuöttinger Stadtsaal.
Mein nächster Markt steht bevor: In der historischen Gewölbehalle und im Festsaal von Schloss Pertenstein findet am letzten September-Wochenende die 18. KreARTiv-Ausstellung mit Künstlern verschiedener Nationen aus Deutschland und Österreich statt. Wie der Veranstalter, das „KreARTiv“-Team, im Flyer schreibt, ist der Markt „Teil der Ausstellungsserie KreARTiv, Forum für zeitgenössische Kunst und Handwerk, die mit ihren Ausstellungen in der Region zwischen München und Salzburg als Begriff für KUNST HANDWERK auf höchstem Niveau stehen.“ Mit dabei in Pertenstein sind auch die gestrickten Silberschmuckstücke aus der Schmuckstrickerei Kettenherz. Ich freue mich auf Ihren Besuch in Pertenstein!
Hex, hex…. – so einfach ist es leider nicht, Armbänder fertigzustellen, auch wenn „Hexen-Werkzeug“ mit im Spiel ist: Das „kleine Hexen-Mikado“ brauche ich, wenn ich Armbänder mit der Liesel mache, die den Spitznamen „volles Rohr“ bekommen hat. Ist der Schlauch auf der Liesel mit satten 4,2 Zentimetern Durchmesser fertig gestrickt, ist er viel zu groß, um in einem normalen Ziehholz geglättet zu werden. Also wurde ein alter Besenstiel (nein, es war kein Hexenbesen) umfunktioniert, auf den der Strickschlauch gezogen wird. Mit dem „Hexen-Zauberstab“ aus der Spielkiste meiner Tochter kann der Schlauch so prima geglättet werden, damit das Armband sich später richtig gut anfühlt – ganz ohne Zauberei…. Aber schmunzeln muss ich doch immer, wenn ich mit „Hexen-Besen“ und Zauberstab hantiere….
Ihren dritten Workshop zum Stricklieseln mit Silber veranstaltet die Schmuckstrickerei Kettenherz am 19. und 20. Oktober in Altötting und es sind noch wenige Plätze frei. Silber stricken – das ist eine historische und ungewöhnliche Technik, mit der man aus einem Edelmetall-Draht ein einzigartiges Schmuckstück herstellen kann. Einen Workshop zum Erlernen der Technik des Silberstrickens bietet die Schmuckstrickerei Kettenherz am Samstag und Sonntag, 19. und 20. Oktober 2024 im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt in der Hillmannstraße 20 in Altötting.
Der tiefblaue Lapislazuli, der ganz kleine goldfarbene Pyrit-Einsprengsel hat, begeistert mich immer wieder. Eigentlich gehört Blau ja nicht zu meiner persönlich favorisierten (und getragenen Farb-Palette), aber das Blau dieses Steins finde ich einfach faszinierend. Die Form der langen Walzen tut ein Übriges – so und in dieser Qualität findet man Lapislazuli nicht oft. Pulverisiert wurde der Stein als Malfarbe verwendet. Aber als Schmuck und Gold kombiniert steht er für das, was die alten Ägypter als das Kostbarste besaßen und ihren Pharaonen mit auf die Reise ins Jenseits mitgegeben haben. So kennzeichnen Gold und der Lapislazuli auch die Totenmaske von Tutanchamun, der um 1323 vor Christus König von Ägypten war. Diese Totenmaske habe ich vor vielen Jahren in einem Museum in Belgien gesehen – vielleicht gefällt mir der Stein deswegen noch heute so gut. Den heute ganz Lebendigen stärkt der Stein laut Steinheilkunde (Michael Gienger) die Authentizität. Er wird, weil man sich mit ihm zeigt, wie man ist, auch Stein der Wahrheit genannt. Er erleichtert es, Unangenehmes zur Sprache zu bringen und hilft, Kritik anzunehmen – das kann eigentlich nie schaden. Wie auch immer er wirken mag – das tiefe Blau ist einfach schön, in Kombination mit kleinen, vergoldeten Scheiben und Würfeln aus Silber wirkt es noch glanzvoller und zwischendrin stecken verschiedene Edelsteine von transparentem Weiß über Grün bis zu Blau. Geschlossen wird die Kette mit einem praktischen Doppelclipverschluss, der ebenfalls vergoldet ist.