Regenbogen wider den Corona-Blues
Eigentlich war sie ja als Regenbogenkette mit kleinem politischen Hintergrund gedacht. Aber gerade jetzt ist sie in erster Linie ein funkelnder Lichtblick in diesen tristen Tagen, in denen die Nachrichten ein ums andere Mal schlechter werden. In sieben funkelnden Regenbogenfarben - von Granat über Karneol, Citrin, Perdiot, Apatit und Tansanit hin zum Amethyst macht sie allein beim Betrachten gute Laune.Und glaubt man an die heilende Kraft der Steine, wird man hier mit Mut, Kraft und Lebensfreude gestärkt - und das kann ja kaum schaden. Da gibt es keine Chance für Corona- und November-Tristesse: In drei Reihen sind die Perlen von etwa drei Millimeter Durchmesser in sieben Farben so arrangiert, dass sie quasi ineinander übergehen - ganz eben wie beim Regenbogen. Und der ist ja heutzutage nicht mehr nur ein faszinierend schönes Wunder der Natur, sondern durchaus auch ein Statement gegen Intoleranz. So schön kann Meinung sein....
Es gibt Neues im Shop der Schmuckstrickerei Kettenherz: Ab sofort sind auch handgemalte Seidentücher im Sortiment dabei - ein echter Farbenrausch. Gearbeitet wird 90 mal 90 Zentimeter großen Tüchern, zumeist aus einer leichten Seide der Qualität Pongé Nummer 5 oder einer festeren Variante der Niummer sechs. Das Tuch wird zuerst auf einen Rahmen gespannt und dann kann das Mal-Vergnügen losgehen. Nach dem „Farben-Rausch“ wird das Tuch dampfgebügelt und damit waschecht fixiert und schließlich handrolliert. Diese Tücher sind immer wieder ein einzigartiges Accessoire, das sanft und angenehm zur Haut ist. Nebenbei schützt es seine Trägerin nicht nur vor Wind, Regen, Kälte oder Sonne, sondern macht einfach richtig viel Spaß und schaut klasse aus. Einzigartig eben. Da gibt es kunterbunte Karos, wild ineinander fließende Farben zu Themen wie Mut und Kraft oder Ruhe und Harmonie und sogar einen ganzen Strand oder den Himmel über der Welt. Ganz nach Lust und Laune. Und wie bei den Ketten gilt auch hier: Jedes Stück ist ein absolutes Unikat, so einzigartig wie seine Trägerin auch.
Mein Föhr/Amrumer Deckenprojekt mit Wolle von Föhrer Schafen wächst: Endlich bin ich am Wasser angekommen - wie "in echt" braucht der Weg über die Wandelbahn, den Kniepsand und die Dünen bis zum Flutsaum bei Wittdün richtig viel Zeit. Natürlich auch deswegen, weil es unterwegs im Sand und in den Dünen inmmer so viel zu sehen gibt. Jetzt jedenfalls kann ich die blauen Farben verstricken: friesisch blau in hell und dunkel. Das Wollprojekt ist eine echte Herzensangelegenheit und liegt in der neuen Wertschätzung für die Wolle von Schafen begründet. Ich finde es einfach schön, dass der "Pelz" der Schafe, die unter anderem den Föhrer Deich sichern und als "Samentaxi" für Pflanzen gelten, auch wieder richtig gut bezahlt wird. Freilich ist dadurch die Wolle nicht wirklich günstig und davon 15 verschiedene Farben zu kaufen - weil sie gar so schön sind - ist schon ein Luxus für sich. Aber bei "Schwarzbrot", "Pflaumenmus", "Sandstrand"; "Dünengras", "Friesisch blau" oder "Reetgrau" konnte ich nicht widerstehen, zumal die Idee, einen Strand zu stricken, schon lange in meinem Kopf hin und her geisterte. Nun wird daraus die erste Decke meines Lebens, die ich selbst stricke - sonst stricke ich eigentlich immer sogenanntes "Nützliches" wie Pullover oder Jacken. Aber ich freue mich schon darauf, mich von ihr, meiner Strand-Decke, im Winter wärmen zu lassen, vom Strand zu träumen oder in Gedanken im Nordseewasser baden zu gehen. Bis dahin ist zwar noch eine Weile hin, denn meine Decke wird aus drei Schals bestehen - aber wenigstens: Ich bin schon mal am Wasser angekommen. Und freue mich, wie eine Bekannte schrieb, aufs "Wellenreiten mit den Paddeln - den Stricknadeln". Weil: Zwischendurch muss man auch mal mit Wolle stricken.
Und wenn die Zahlen noch so hoch sind: Auch im Jahr zwei nach Beginn der Corona-Pandemie gilt das Prinzip Hoffnung. In diesem Fall im Zusammenhang mit der Neuöttinger Dult 2021, tapfer und voller Zuversicht geplant von der neuen „Dultbürgermeisterin“ Heike Wienzl. In der Hoffnung, dass bis dahin alle geimpft sind, die Zahlen gesunken sein werden und die Dult auch wirklich stattfinden kann, wird bei der Dult 2021 erstmals auch die Schmuckstrickerei Kettenherz mit vertreten sein – bei der Premiere des „Bauernsommers“ am Samstag, 14. August, und tags darauf beim Neiädinger Trachtenmarkt. Mit im Gepäck: Handgestrickter Silberschmuck vom Trachtenmarkt für den Trachtenmarkt: Ketten mit dem „Öttinger Pfennig“, der beim Trachtenmarkt 2019 auf der historischen Spindelpresse des Stadtmuseums Neuötting aus Silber selbst geprägt wurde – eine echte Besonderheit. Dazu zeitlos elegante, immer einzigartige Ketten, Armbänder und Ohrringe aus gestricktem Silber, kombiniert mit Edelsteinen oder Süßwasserperlen.
Wenn hier abgewickelt wird, dann geschieht das mit Hand und Herz: Masche für Masche entsteht so aus einem bis zu 100 Meter langen Draht aus reinem Sterlingsilber ein einzigartiges Schmuckstück - Drahtkunst auf die besondere Art. Aktuell wird wieder gelieselt, mit Steinen und Holz kombiniert - viele Ideen schwirren durch den Kopf, es wird ausprobiert, was wie passen könnte - bis man sicher ist: So soll es werden. Aber auch wenn ich etwas ganz Bestimmtes vorhabe, so bin ich doch immer wieder sehr gespannt, was am Ende auf dem Tisch liegt, um als Kette, Armband oder Ohrring getragen zu werden.

