Pause - und auf ein Neues im Marktsommer 2022
Der "Öttinger Pfennig" wird hier gerade mit vollem Einsatz auf der historischen Spindelpresse geprägt - das war beim Trachtenmarkt des Jahres 2019. Jetzt gibt es die so entstandenen Pfennige (und vieles mehr) als Schmuckstücke - bei den Märkten auf der "Neiädinger Dult".Heute muss ich doch ein bisschen Abbitte leisten: Dafür, dass ich mich in den letzten vielen Monaten doch mehr als rar gemacht habe – im Blog und überhaupt. Aber: Ich finde, es ist sehr schwer, in Zeiten, in denen Corona bedingt, oder, wie es so oft hieß, „in Verbindung mit Corona“ Menschen gestorben sind, locker über Schmuck zu plaudern. Kaum hatte man sich von den Corona-Nachrichten scheinbar erholt, kam in diesem Jahr der Krieg in der Ukraine, die Bilder von unsäglichem Leid, die Tag für Tag in den Nachrichten gezeigt wurden, dazu. Wie soll man in diesen Zeiten über Schmuck reden, als wenn nichts wäre? Und wenn er noch so schön ist, noch so einzigartig ist und noch so viel Spaß macht, wenn man ihn – dennoch trägt (und sei es überm schwarzen Kleid) – es macht es (zu) schwer, Schmuck zu bewerben.
Jetzt aber gibt es wieder Neues – denn es gibt reichlich Gründe dafür – und die sind unter anderem auch zeitgebunden: Ich bin dabei – bei der neuen Neuöttinger Marktdult, beim Bauernsommer, beim Trachtenmarkt und beim Markt „Handgmacht“ – alles im Rahmen des neuen Konzepts, das bisher immer an der Pandemie scheiterte – jetzt soll es gelingen: Die Dult steht für 12. bis 17. August im Kalender und die drei Märkte, an denen ich teilnehmen darf, sind: Der Bauernsommer am Samstag, 13. August, der “Neiädinger Trachtenmarkt“ am Sonntag, 14. August und der Markt für Kunst und Handwerk „Handgemacht“ am Montag, 15. August. Und an allen drei Tagen packe ich die Einzelstücke aus der „Schmuckstrickerei“ ein, die schönen Dinge wie die Perlenstrickereien, die Granat-Edelsteinketten oder den am Trachtenmarkt entstandenen „Öttinger Pfennig“, die fein zu Trachten passen.
Und ich hoffe, dass viele Leute sich allen widrigen Umständen zum Trotz dennoch aufmachen, um nach schönen Dingen Ausschau zu halten und ein Stück weit das Leben zu genießen. Ich freu mich drauf!
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei und von daher möchte man meinen, dass es jetzt auch wirklich klappen muss: Zum dritten Mal im dritten Jahr habe ich mich jetzt für den Neuöttinger Trachtenmarkt im Rahmen der Dult angemeldet. Zweimal habe ich die Zusage bekommen, doch zweimal hat der Markt bisher coronabedingt abgesagt werden müssen. Im vergangenen Jahr wäre erstmals auch die Premiere des „Bauernsommers“ gewesen – auch das war coronabedingt leider nix…. Heuer gibt es wieder einen neuen, einen dritten Markt: „Handgmacht“ heißt er – und schließt sich an Bauernsommer und Trachtenmarkt an. Aller guten Dinge sind somit nicht nur drei Versuche, sondern nun auch drei Märkte, bei denen ich mit meiner Schmuckstrickerei Kettenherz, bei der nun auch handbemalte Seidentücher mit im Programm sind, gern vertreten wäre. Schließlich kommt ja auch ein Schmuckstück, das bei der Dult des Jahres 2019 gewissermaßen entstanden ist, wieder zur Dult zurück: Der Neuöttinger Pfennig, damals als Silbermünze geprägt und mit Silberstrick zu Schmuck verarbeitet. So gilt also auch bei diesen Anmeldungen wieder das Prinzip Hoffnung, um dabei sein zu können – allen Unkenrufen um Omikron und noch stets gegebener Impfunwilligkeit zum Trotz: Es muss doch einfach mal wieder einfach gut werden.
Es gibt Neues im Shop der Schmuckstrickerei Kettenherz: Ab sofort sind auch handgemalte Seidentücher im Sortiment dabei - ein echter Farbenrausch. Gearbeitet wird 90 mal 90 Zentimeter großen Tüchern, zumeist aus einer leichten Seide der Qualität Pongé Nummer 5 oder einer festeren Variante der Niummer sechs. Das Tuch wird zuerst auf einen Rahmen gespannt und dann kann das Mal-Vergnügen losgehen. Nach dem „Farben-Rausch“ wird das Tuch dampfgebügelt und damit waschecht fixiert und schließlich handrolliert. Diese Tücher sind immer wieder ein einzigartiges Accessoire, das sanft und angenehm zur Haut ist. Nebenbei schützt es seine Trägerin nicht nur vor Wind, Regen, Kälte oder Sonne, sondern macht einfach richtig viel Spaß und schaut klasse aus. Einzigartig eben. Da gibt es kunterbunte Karos, wild ineinander fließende Farben zu Themen wie Mut und Kraft oder Ruhe und Harmonie und sogar einen ganzen Strand oder den Himmel über der Welt. Ganz nach Lust und Laune. Und wie bei den Ketten gilt auch hier: Jedes Stück ist ein absolutes Unikat, so einzigartig wie seine Trägerin auch.
Mein Föhr/Amrumer Deckenprojekt mit Wolle von Föhrer Schafen wächst: Endlich bin ich am Wasser angekommen - wie "in echt" braucht der Weg über die Wandelbahn, den Kniepsand und die Dünen bis zum Flutsaum bei Wittdün richtig viel Zeit. Natürlich auch deswegen, weil es unterwegs im Sand und in den Dünen inmmer so viel zu sehen gibt. Jetzt jedenfalls kann ich die blauen Farben verstricken: friesisch blau in hell und dunkel. Das Wollprojekt ist eine echte Herzensangelegenheit und liegt in der neuen Wertschätzung für die Wolle von Schafen begründet. Ich finde es einfach schön, dass der "Pelz" der Schafe, die unter anderem den Föhrer Deich sichern und als "Samentaxi" für Pflanzen gelten, auch wieder richtig gut bezahlt wird. Freilich ist dadurch die Wolle nicht wirklich günstig und davon 15 verschiedene Farben zu kaufen - weil sie gar so schön sind - ist schon ein Luxus für sich. Aber bei "Schwarzbrot", "Pflaumenmus", "Sandstrand"; "Dünengras", "Friesisch blau" oder "Reetgrau" konnte ich nicht widerstehen, zumal die Idee, einen Strand zu stricken, schon lange in meinem Kopf hin und her geisterte. Nun wird daraus die erste Decke meines Lebens, die ich selbst stricke - sonst stricke ich eigentlich immer sogenanntes "Nützliches" wie Pullover oder Jacken. Aber ich freue mich schon darauf, mich von ihr, meiner Strand-Decke, im Winter wärmen zu lassen, vom Strand zu träumen oder in Gedanken im Nordseewasser baden zu gehen. Bis dahin ist zwar noch eine Weile hin, denn meine Decke wird aus drei Schals bestehen - aber wenigstens: Ich bin schon mal am Wasser angekommen. Und freue mich, wie eine Bekannte schrieb, aufs "Wellenreiten mit den Paddeln - den Stricknadeln". Weil: Zwischendurch muss man auch mal mit Wolle stricken.
Und wenn die Zahlen noch so hoch sind: Auch im Jahr zwei nach Beginn der Corona-Pandemie gilt das Prinzip Hoffnung. In diesem Fall im Zusammenhang mit der Neuöttinger Dult 2021, tapfer und voller Zuversicht geplant von der neuen „Dultbürgermeisterin“ Heike Wienzl. In der Hoffnung, dass bis dahin alle geimpft sind, die Zahlen gesunken sein werden und die Dult auch wirklich stattfinden kann, wird bei der Dult 2021 erstmals auch die Schmuckstrickerei Kettenherz mit vertreten sein – bei der Premiere des „Bauernsommers“ am Samstag, 14. August, und tags darauf beim Neiädinger Trachtenmarkt. Mit im Gepäck: Handgestrickter Silberschmuck vom Trachtenmarkt für den Trachtenmarkt: Ketten mit dem „Öttinger Pfennig“, der beim Trachtenmarkt 2019 auf der historischen Spindelpresse des Stadtmuseums Neuötting aus Silber selbst geprägt wurde – eine echte Besonderheit. Dazu zeitlos elegante, immer einzigartige Ketten, Armbänder und Ohrringe aus gestricktem Silber, kombiniert mit Edelsteinen oder Süßwasserperlen.
Wenn hier abgewickelt wird, dann geschieht das mit Hand und Herz: Masche für Masche entsteht so aus einem bis zu 100 Meter langen Draht aus reinem Sterlingsilber ein einzigartiges Schmuckstück - Drahtkunst auf die besondere Art. Aktuell wird wieder gelieselt, mit Steinen und Holz kombiniert - viele Ideen schwirren durch den Kopf, es wird ausprobiert, was wie passen könnte - bis man sicher ist: So soll es werden. Aber auch wenn ich etwas ganz Bestimmtes vorhabe, so bin ich doch immer wieder sehr gespannt, was am Ende auf dem Tisch liegt, um als Kette, Armband oder Ohrring getragen zu werden.