- Details
Einmal tief blicken: Hier kämpfe ich mit dem etwas zähen Titandraht - der seinem Namen alle Ehre macht. (Foto: Attenhauser)Die Titanen sind das älteste Göttergeschlecht in der griechischen Mythologie, Eltern oder Großeltern der meisten olympischen Götter. Der Titanmond ist der größte Mond des Planeten Saturn – alleine schon vor diesem Hintergrund ist es quasi unendlich spannend, mit einem Material zu arbeiten, das seinen Namen in Anlehnung an die mythologischen Riesen in Menschengestalt erhielt. Das grauglänzende, leichte Material wird in der Raumfahrt verwendet, in der Medizintechnik hilft es, Leben zu erhalten, als Brillengestell liegt es leicht auf der Nase. Und man kann damit Schmuck machen. Als Draht ist er ein bisschen zäh zu verarbeiten, dafür ist er besonders lange haltbar: Er ist korrosionsbeständig,und hält sogar Seewasser aus. Weil Titan nickelfrei und besonders hautverträglich ist – sonst würde man ihn kaum in der Medizin zum Beispiel als Implantat verwenden - ist Schmuck aus diesem Material auch für Allergiker oder sogar für Kinderschmuck bestens geeignet. Aktuell arbeite ich mit „vollem Rohr“ an einem Stück für die Ewigkeit. Vielleicht wird aus dem geplanten Armband doch mehr – ein solches Material würde sich sicher auch gut als Gürtel eignen.
- Details
R
1200 Meter hoch: Im "Sternengebirge" im Zentrum Portugals lockt dieser "weiße Stein" - ein riesiger Block aus hellen Quarzen. Foto: Athanasiadisaus aus dem Alltag, rein ins Reise-Abenteuer: Reisen ist eine feine Sache, vor allem wenn man das Reisen als schöne Kunst betrachtet. Wenn man sich Zeit lässt und auch den Weg zum Ziel nicht in aller Hektik hinter sich bringt, sondern als Teil der Reise-Kunst genießt. Das Schönste, wenn man sich weg von den alten Pfaden begibt: Man schaut gewissermaßen aus einem anderen Fenster, lernt Neues kennen, entdeckt: Zum Beispiel den „weißen Stein“ aus dem "Sternengebirge" (dem Naturpark Serra da Estrela) mitten in Zentralportugal oberhalb des Städtchens Manteigas. Man wandert auf rund 1200 Metern Höhe, genießt die reine Luft, die absolute Ruhe, die Düfte von Ginster und wildem Wacholder - und plötzlich lockt ein Glitzern in der Sonne – dahinten ist es ganz hell. Dahinten – das ist „the white rock“, der weiße Stein, den ein Vulkan ans Sonnenlicht gespuckt haben mag. Ein mehrere Meter breiter Block voller Quarze tut sich hier auf – mit zumeist ganz weißen Quarzen, ein bisschen rosafarbenen oder sandfarbenen. Eine kleine Stufe lädt zum Sitzen ein – auf einem „Thron“ voller Edelsteine. Ein besonderer Moment und wieder mal ein Augenblick, der mich über die Vielfalt der Natur einfach nur staunen lässt. Und ein Moment, der in Erinnerung bleiben wird – bei jeder weiteren Arbeit mit Quarzen werde ich in Gedanken kurz zurück zu diesem „white rock“ wandern können: 1200 Meter hoch geht es dann, ich hole die Ruhe zurück und kann Kraft und Inspiration daraus tanken - auch für die nächsten Schmuckstücke.



