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Turmalintropfen, die sich um einen vergoldeten Ring und einen Rosenquarz legen. Foto: AttenhauserGut Ding braucht Weile. Manchmal liegt auch bei mir ein Perlenstrang, ein schöner Stein, ein gestrickter Silberschlauch ein bisschen länger auf meinem Arbeitstisch. Lacht mich jeden Tag, an dem ich hier sitze, an und fordert: "Mach was aus mir!" Ja klar. Sehr gerne. Bloß: Dann will auf einmal der schöne Stein als Kette nicht harmonieren, dann fehlt dieses, will man jenes, probiert dies und das aus und ist doch immer nicht ganz zufrieden. Da ärgert mich gerade der Beryll, der sagt alles, nur nicht: "Ich will." Ähnlich war es auch mit dem Turmalin. Ein wunderschöner Stein, der mit Farbenvielfalt besticht, der ein Stein ist, den man einfach haben will, weil er verlockt. So ging es mir auch bei den Mineralientagen vergangenen Herbst in München. Es hat allein schon eine Weile gedauert, bis diese Turmalintropfen gewissermaßen zu mir – in meinen Besitz - kamen. Dass es aber dann noch so lange hat dauern müssen, bis der Turmalin, den ich als Stein so gerne trage, zu einer Kette geworden ist, das ist schon ungewöhnlich. Aber es bestätigt zwei Dinge: Einmal den Spruch: Gut Ding braucht Weile. Und vor allem zum anderen den Spruch: Muße ist Voraussetzung für Kreativität. Denn auf einmal war die Idee da – so und so müsste es sein - und eins fügte sich zum anderen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine Kette aus Turmalintropfen, getoppt mit einem Ring aus vergoldetem Silber, in dem ein schräg-quadratischer Rosenquarz wackelt – sozusagen die Quadratur des Kreises. Zum Weinen schön, diese Tropfen…
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So geht Kettenstricken: Den Draht um die Dorne der Liesel wickeln, abheben - und noch lange nicht fertig: Ein erster Versuch mit bewegten Bildern, noch ohne Ton, aber mit Einblick. Das Video ist beim Neuöttinger Kunsthandwerks-Markt 2018 entstanden.
Für die nächste Zeit sind weitere Filmbeiträge geplant.
(Videoaufnahme: Robert Attenhauser)



