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Mein Föhr/Amrumer Deckenprojekt mit Wolle von Föhrer Schafen wächst: Endlich bin ich am Wasser angekommen - wie "in echt" braucht der Weg über die Wandelbahn, den Kniepsand und die Dünen bis zum Flutsaum bei Wittdün richtig viel Zeit. Natürlich auch deswegen, weil es unterwegs im Sand und in den Dünen inmmer so viel zu sehen gibt. Jetzt jedenfalls kann ich die blauen Farben verstricken: friesisch blau in hell und dunkel. Das Wollprojekt ist eine echte Herzensangelegenheit und liegt in der neuen Wertschätzung für die Wolle von Schafen begründet. Ich finde es einfach schön, dass der "Pelz" der Schafe, die unter anderem den Föhrer Deich sichern und als "Samentaxi" für Pflanzen gelten, auch wieder richtig gut bezahlt wird. Freilich ist dadurch die Wolle nicht wirklich günstig und davon 15 verschiedene Farben zu kaufen - weil sie gar so schön sind - ist schon ein Luxus für sich. Aber bei "Schwarzbrot", "Pflaumenmus", "Sandstrand"; "Dünengras", "Friesisch blau" oder "Reetgrau" konnte ich nicht widerstehen, zumal die Idee, einen Strand zu stricken, schon lange in meinem Kopf hin und her geisterte. Nun wird daraus die erste Decke meines Lebens, die ich selbst stricke - sonst stricke ich eigentlich immer sogenanntes "Nützliches" wie Pullover oder Jacken. Aber ich freue mich schon darauf, mich von ihr, meiner Strand-Decke, im Winter wärmen zu lassen, vom Strand zu träumen oder in Gedanken im Nordseewasser baden zu gehen. Bis dahin ist zwar noch eine Weile hin, denn meine Decke wird aus drei Schals bestehen - aber wenigstens: Ich bin schon mal am Wasser angekommen. Und freue mich, wie eine Bekannte schrieb, aufs "Wellenreiten mit den Paddeln - den Stricknadeln". Weil: Zwischendurch muss man auch mal mit Wolle stricken.
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Drei Farben und viele Möglichkeiten: Mit dieser Kette reist man gedanklich einmal um die Welt.. Foto: LambachEine Kette und viele Gründe, sie zu tragen: Eigentlich war ja gedacht, Schmuckstücke für den Trachtenmarkt anlässlich der Dult zu kreieren. Die Gretl-Kette aus drei eng geflochtenen Silbersträngen ist ein erstes Ergebnis daraus. Irgendwie logisch kam die Idee, die drei Stränge in den Farben der Stadt Neuötting zu arbeiten - blau, weiß, rot. Doch noch während der Arbeit damit kam die Absage der Dult und des Trachtenmarkts - und mein Urlaub Richtung Nordsee, Schleswig-Holstein. Bei der Beschäftigung mit dem Thema ergaben sich ganz viele Gründe, die Kette in den Farben blau-weiß-rot zu tragen. Denn: Ich habe die Farben Neuöttings quasi mit in den Urlaub genommen: Auch das Land Schleswig-Holstein hat die Farben blau, weiß, rot. Ja, und – dann im Urlaub dieses Datum: le quatorze juillet, der 14. Juli – natürlich: Die Farben Frankreichs, die berühmte tricolore. Doch damit nicht genug: Ein Blick auf die Fahnen der Welt zeigt, wie beliebt die Kombination dieser drei Farben ist: Es gibt sie in den Niederlanden, in Luxemburg, auf der faszinierenden Insel Island, in Norwegen, Paraguay, Slowenien, sogar die Dominikanische Republik hat sie. Nicht zu vergessen der „Union Jack“ – die Fahne Großbritanniens, der USA, der Osterinsel, Panamas, aber auch die Farbe von Taiwan oder - direkt gegenüber: Tschechien. So gesehen ist die Kette ein Reise-Mittel: Man schaut auf die Farben, die in so vielen Ländern relevant sind und geht gedanklich auf Weltreise – quasi: in einer Kette um die Welt. Und kein Wunder, dass marine Mode diese drei Farben in sich vereint.



