Wenn man lange genug auf sie schaut, dann funkeln die Ideen. Angefangen hat alles mit einem Labradorit. Den in vielen Blau-Grau-Grün-Tönen schimmernden Edelstein, der sich mit seinem Schimmern seiner Umwelt anpasst, fand und finde ich ungeheuer faszinierend. So spielte ein Labradorit die Hauptrolle, als ich meine erste Edelsteinkette gestaltete. Viel später, bei einer Schiffstour auf der Nordsee, beeindruckte mich, dass mein Lieblingsarmband, vor dem Urlaub eher ins „Bürograu“ tendierend, nach dem Tag auf See sein Aussehen verändert hatte: Der Labradorit strahlte viel mehr – seine Steine waren plötzlich blau wie Himmel und See zusammen. Dieses Farbenspiel nennt man labradorisieren.
Kombiniert hatte ich meine erste Edelsteinkette damals mit kleinen schwarzen Diamanten - bezahlbare kleine Schönheiten, weit entfernt von den Preisen ihrer weißen Kollegen. Zugegeben: So ein fein geschliffener, strahlend blitzender weißer Diamant ist eine Erscheinung für sich. Der Magie des Funkelns kann auch ich mich nicht entziehen, wenn ich etwa auf der Inhorgenta an den Präsentationen der Diamanthändler vorbeigehe.
Aber ich gehe vorbei und arbeite lieber mit Farbedelsteinen – am liebsten in Regenbogenfarben. Grüne Olivine habe ich vor Jahrzehnten auf Lanzarote noch selbst gesammelt, bei anderen Edelsteinen hatte ich bisher noch kein Finderglück. Umso mehr freue ich mich, wenn ich auf meinen Streifzügen über die Messen immer wieder neue Steine entdecke, die sich prima als Solisten oder für Regenbogenschmuckstücke eignen.
Nebenbei dienen die Steine auch der Inspiration: Denn wenn ich meine kleine Reihe lange genug anschaue – dann funkeln nicht nur die Steine. Dann funkeln auch die Ideen für neuen Schmuck.