Man kann ja aus dem Fenster gucken – wenn nicht gerade die Wellen voll dagegen schlagen.Nach einer guten Stunde ist es geschafft: Wir verlassen die Adler Cat und machen unseren Rundgang um die Insel. Zeit, um selbst auf der vorgelagerten Insel namens „Düne“  - dem Ursprungs-Fundort des roten Feuersteins – zu suchen, haben wir bei dem kurzen Ausflug nicht. Doch zum Glück hat der findige Helgoländer vorgesorgt: In Bude 31 – zwischen Hummer-, Knieper- und Schnapsbuden (ja, zollfrei….) gibt es die Steinchen:  geschliffen, gefasst, zu Schmuck verarbeitet. Eine Scheibe suche ich mir aus – sie soll dann mit einem selbst gestrickten Silberschlauch zu tragen sein.

Noch ein Knieper-Brötchen vor der Rückfahrt… und dann wieder auf die Adler Cat. Die See ist nicht freundlicher geworden – oder die Passagiere empfindlicher? Ich verstehe, dass die Besatzung keine Flyer über Helgoland verteilt, sondern Spucktüten. Ich mache ein Video von den hohen Wellen, die an die Scheibe klatschen und dann halte ich mich an die goldene Seefahrer-Regel: Einen Punkt fixieren – das Brett vorm Kopf, die Augen zumachen und  eigentlich nichts mehr hören wollen. Denn es gibt Passagiere, die leiden unter der Schnelligkeit. „Seekrank, das ist ganz was Schreckliches!“, hatte der Mann mit seiner „Todesliste“ gesagt. Ganz ernst. Er hat sicher recht. Und wir haben Glück: Wir verlassen den Katamaran mit dem Wissen, hochseetauglich zu sein. Gewissermaßen piratentauglich…

Aber beim nächsten Mal darf die See doch ein bisschen freundlicher sein, wenn wir nach Helgoland kommen...