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Ein Stück Weltall zum Tragen
„Energie!“ – so kraftvoll wie der Befehl am Ende einer Folge meiner bevorzugten Raumschiff-Serie klang - denke ich mir immer, wenn ich einen Meteoriten trage – so wie diesen. Bei einem meiner Streifzüge über Messen wie die Inhorgenta oder die Mineralientage in München bin ich am Meteoritenstand schwach geworden – sie ist einfach faszinierend: Die Idee, ein Stück des Weltalls zu tragen – aus einer der unendlichen Weiten – und vielleicht im besten Fall ein Stück dieser kosmischen Energie beim Tragen übertragen zu bekommen. Bei dieser Kette handelt es sich um einen Steinmeteorit, einen „Seymchan“, der im Juni 1967 als 272,3 Kilogramm schwerer Brocken im Distrikt Magdan im Osten Russlands in einem Flussbett gefunden wurde. Das Stück, das hier verarbeitet wurde, wiegt 5,12 Gramm und hat in seinem Nickel-Eisenmantel auch Olivinkristalle in einem grün-braunen Ton, der sich zeigt, wenn man den Anhänger - auch er in Handarbeit gefertigt - schräg ins Licht hält. Und morgen zur Sonnenfinsternis muss er - fürs Foto quasi aufs Weltall gelegt - unbedingt wieder ans Licht.



