Steinreich....

Ina Ketten 10 02 2019 2Strang um Strang: Lauter Edelsteine, einer schöner als der andere. Foto: LambachMan tut das ja nicht. Den Damen in den Ausschnitt gucken. Sie tun aber alles dafür, dass man es tut. Schminken sich, schmücken sich, lassen eben mal einen Knopf weiter geöffnet. Normalerweise schauen ja nur die Männer – klammheimlich, manchmal direkt, manchmal so unverfroren, dass frau ihnen Einhalt gebieten muss. Ich bin Frau – aber ich schaue den Damen auch gern in den Ausschnitt. Allerdings gilt mein Interesse weniger den Dingen, die Männer üblicherweise so interessieren. Ja, es heißt, sie schauen als erstes in die Augen. Ganz kurz vielleicht, aber dann wandert der Blick nach unten – angeblich nachgewiesenermaßen… 

Nein, ich schaue ihnen auf den Hals – sofern eine Kette ihn umschließt. Aus reiner Neugierde. Von Berufs wegen. Schon in meinem Hauptberuf als Journalistin ist Neugierde  eine Grundvoraussetzung, ohne sie geht es einfach nicht. Solch eine quasi „Berufskrankheit“ macht natürlich auch vor anderen Dingen nicht halt. So bin ich auch als Kettenstrickerin und Schmuckgestalterin neugierig aus Prinzip.

Und wenn  eine so schöne Kette lockt – dieser Tage bei der Dame  im der Hofmetzgerei aus verschiedenen Edelsteinen zusammengesetzt – dann frag ich schon mal, ob ich ein bisschen näher treten darf. Ja, manchmal frag ich auch lieber nicht. Meistens schon und meistens darf ich – manche wundern sich mehr,  manche weniger. In dem Fall dann ist man ganz schnell im schönsten Gespräch über Steine: welche es sind, wo sie herkommen, und – ach, wir Damen mit Faible für diese kleinen, bunten Dinge lieben es, „steinreich“ zu sein. Ich auch: Ich  hab gerade wieder  neue  bestellt – als faszinierendes Material – und wirklich viel mehr als nur „Füllmaterial“ für die nächsten Ketten. Das einzige Problem ist: je mehr Steine, desto größer die Qual der Wahl.

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