Steine des Anstoßes

steinreich2Ein Strand voller Steine? Nicht ärgern - statt dessen: sich über klares Wasser freuen und darüber, dass die Natur die Schleifarbeiten schon fast erledigt hat. Man kann sich in seinem Urlaub natürlich darüber ärgern, dass der Strand in Andalusien steinig ist und das ziemlich an den Füßen piekst. Man kann sich auch darüber ärgern, dass eine Stufe voller Kieselsteine ins Meer führt und man  gar nicht so einfach wieder aus dem Wasser herauskommt, weil man ja erst noch die letzte Stufe überwinden muss, in deren locker aufgehäuften Kieselsteinen die Füße aber versinken. Das sieht dann - je nach Wellengang – nicht ganz so aus wie damals, als das Bond-Girl dem Meer entstiegen ist. Das kann leicht eine ganz schön stolperige Angelegenheit sein, bei der man sich am liebsten nicht zuschauen lassen möchte… 

Man kann das alles aber auch ganz anders sehen: Durch die Steine ist das Wasser wunderbar klar und schillert von türkis bis tiefblau  und schwarz. Und: es liegen einem kleine Schätze zu Füßen,  geformt von der Natur, geschliffen von den Wellen: Schmuck-Steine noch und nöcher, transparente, weiße, gelbe, graue, rote, gestreifte, glitzernde, schwarze….. Beim Schlendern an der Wasserkante (da, wo es dank der „Natur-Schleiferei“ nicht mehr ganz so an den Füßen piekst)  gibt es reichlich Material für Schmuckstücke – man braucht sich nur danach zu bücken. Und freilich ganz besonnen seine Auswahl treffen. Denn der Strand soll ja ein Strand bleiben und die Natur dort, wo sie ist.  Aber eine Handvoll Souvenir-Steinchen – die darf man sich gönnen.

Lieseln in historischer Umgebung

Kunst HandwerkermarktLogo 2019Ein neues Logo gibt es für den Neuöttinger Kunst- & Handwerkermarkt. Was bleibt: Die Schmuckstrickerei Kettenherz ist hier wieder vertreten. Zusätzlich wird heuer aber auch erstmals bei der Burghauser Burgweihnacht am Stand gestricklieselt.Die Schmuckstrickerei Kettenherz ist in diesem Herbst  auf zwei Märkten vertreten, beide an historischen Orten: Den Anfang macht der 22. Neuöttinger Kunst- & Handwerkermarkt im Stadtsaal am 23. und 24. November. Hier war ich in den vergangenen beiden Jahren mit von der Partie. Eine Premiere gibt es für die Schmuckstrickerei im Dezember: Erstmals nehme ich vom 13. bis 15. Dezember an der Burghauser Burgweihnacht teil.  Ich bin schon sehr gespannt, wie es sich anfühlt, die uralte Technik des Kettenstrickens in der historischen Umgebung der Burghauser Burg auszuüben. Lieseln in der Burg – das hat schon einen besonderen Reiz. Aber sowohl für Neuötting  wie für Burghausen gilt nicht nur der historische Hintergrund beider Markt-Orte: Sie als Besucher des Marktes, der Burgweihnacht, können in jedem Fall dabei zuschauen, wie ich eine Kette aus Silber Masche für Masche auf der Strickliesel fertige.

 

 

 

 

Hart erarbeitet: Der rote Helgoländer Feuerstein

steinreichDas gibt es weltweit, so heißt es, nur auf Helgoland - und wer hätte daran Zweifel: Der rote Feuerstein, gefunden leider nicht in "natürlicher Umgebung" auf der Düne, sondern in der "Bude 31". Dort gibt's für den, der weniger Zeit hat, die Steine dafür sicher schneller als auf der Düne.                           Foto: LambachFeuerstein kennt jeder. Meist ist er schwarz oder grau. Nicht so auf Helgoland, Deutschlands  einziger Hochseeinsel: Hier gibt es – angeblich weltweit als einzige Fundstelle – einen roten Feuerstein. Den Helgoländer Feuerstein. Das passt ja zum Hummer, dem Helgoländer Hummer – auch das erst schwarze, dann rote Meeresgetier ist hier verbreitet.  Da wollte ich hin: Helgoland…. Hochsee in der Nordsee…. auf der Suche nach dem einzigartigen Feuerstein, den sie hier auch ganz stolz „Helgoländer Diamant“ nennen.  Wir buchen einen Schiffsausflug – der in Erinnerung bleiben wird. Denn erstens ist es kein Schiff, mit dem wir fahren, sondern ein Katamaran – sehr einfach gesagt, eine große Schale mit Sitzen und Steuerbord auf zwei Kufen. Das ist natürlich maßlos untertrieben, denn der Vorteil des Katamarans ist: Er ist schnell, sehr schnell. Mit unglaublichen 4486  (!) PS pflügt die Adler Cat durch das Wasser der Nordsee. Das ist heute „ein bisschen ruppig“, sagt der Kapitän.

Eigentlich hätten wir ja einen Tag später fahren wollen – doch da ist das Wetter dann ein bisschen zu ruppig – und der Katamaran fährt nicht. Wir wissen jetzt, warum. Auch, warum man vor Antritt der Seefahrt einen Zettel mit Name und Alter abgeben muss – „meine Todesliste“ lacht der Seemann, und fügt hinzu: „Manche fahren nur einmal mit dem Schiff nach Helgoland. Die fliegen dann zurück.“   Die Schnelligkeit  - bis zu 30 Knoten und an die 60  kmh – verlangt einiges ab: Vom Kapitän, der die Wellentäler der ruppigen See sucht und findet, vom Passagier, der dann lieber doch nicht rausgeht, weil es gar so wackelt.

Titan - besonderes Metall für edlen Schmuck

2018 Strick Amr 2Einmal tief blicken: Hier kämpfe ich mit dem etwas zähen Titandraht - der seinem Namen alle Ehre macht. (Foto: Attenhauser)Die Titanen sind das älteste Göttergeschlecht in der griechischen Mythologie, Eltern oder Großeltern der meisten olympischen Götter. Der Titanmond ist der größte Mond des Planeten Saturn –  alleine schon vor diesem Hintergrund ist es quasi unendlich spannend, mit  einem Material zu arbeiten, das seinen Namen in Anlehnung an die mythologischen Riesen in Menschengestalt erhielt. Das grauglänzende, leichte Material wird in der Raumfahrt verwendet, in der Medizintechnik hilft es, Leben zu erhalten, als Brillengestell liegt es leicht auf der Nase. Und man kann damit Schmuck machen. Als Draht ist er ein bisschen zäh zu verarbeiten, dafür ist er besonders lange haltbar: Er ist korrosionsbeständig,und hält sogar Seewasser aus. Weil Titan nickelfrei und besonders hautverträglich ist – sonst würde man ihn kaum in der Medizin zum Beispiel als Implantat verwenden ­­- ist Schmuck aus diesem Material auch für Allergiker oder sogar für Kinderschmuck bestens geeignet. Aktuell arbeite ich mit „vollem Rohr“ an einem Stück für die Ewigkeit. Vielleicht wird aus dem geplanten Armband doch mehr – ein solches Material würde sich sicher auch gut als Gürtel eignen.

Der "weiße Stein" im Sternengebirge

RInaSteingroß 331200 Meter hoch: Im "Sternengebirge" im Zentrum Portugals lockt dieser "weiße Stein"  - ein riesiger Block aus  hellen Quarzen.  Foto: Athanasiadisaus aus dem Alltag, rein ins Reise-Abenteuer: Reisen ist eine feine Sache, vor allem wenn man das Reisen als schöne Kunst betrachtet. Wenn man sich Zeit lässt und auch den Weg zum Ziel  nicht in aller Hektik hinter sich bringt, sondern als Teil der Reise-Kunst genießt. Das Schönste, wenn man sich weg von den alten Pfaden begibt: Man schaut gewissermaßen aus einem anderen Fenster, lernt Neues kennen, entdeckt: Zum Beispiel den „weißen Stein“ aus dem "Sternengebirge" (dem Naturpark Serra da Estrela) mitten in Zentralportugal oberhalb des Städtchens Manteigas. Man wandert auf rund 1200 Metern Höhe, genießt die reine Luft, die absolute Ruhe, die Düfte von Ginster und wildem Wacholder - und plötzlich lockt ein Glitzern in der Sonne – dahinten ist es ganz hell. Dahinten – das ist „the white rock“, der weiße Stein, den ein Vulkan ans Sonnenlicht gespuckt haben mag. Ein mehrere Meter breiter Block voller Quarze tut sich hier auf – mit zumeist ganz weißen Quarzen, ein bisschen rosafarbenen oder  sandfarbenen. Eine kleine Stufe lädt zum Sitzen ein – auf einem „Thron“ voller Edelsteine. Ein besonderer Moment und wieder mal ein Augenblick, der mich über die Vielfalt der Natur einfach nur staunen lässt. Und ein Moment, der in Erinnerung bleiben wird – bei jeder weiteren Arbeit mit Quarzen werde ich in Gedanken kurz zurück zu diesem  „white rock“ wandern können: 1200 Meter hoch geht es dann, ich hole die Ruhe zurück und kann Kraft und Inspiration daraus tanken - auch für die nächsten Schmuckstücke.

Ina strickt - ein Video ...

 

So geht Kettenstricken: Den Draht um die Dorne der Liesel wickeln, abheben - und noch lange nicht fertig: Ein erster Versuch mit bewegten Bildern, noch ohne Ton, aber mit Einblick. Das Video ist beim Neuöttinger Kunsthandwerks-Markt 2018 entstanden.

 

Für die nächste Zeit sind weitere Filmbeiträge geplant.

 

 

 

 

 

(Videoaufnahme: Robert Attenhauser)

 

 

Ruhe + Muße + Meditation = Ideen

InaPerlenSchale1 4Eine Schale Buntes - Perlen zum Spielen oder Meditieren. Foto: Lambach

Eine Schale Buntes ist total in - zum Beispiel in der Küche. Da heißt dann neudeutsch eine Schüssel mit einer bunten Salatmischung "Salad Bowl". So gesehen habe ich jetzt eine "Stone Bowl"  - eine Schale voll bunter Edelsteine. Eigentlich wollte ich die Steine ja aufräumen, schön nach Farbe sortiert, in Gläser packen. Aber die Schale Buntes fordert zum Spielen auf: Die Schale bewegen, schief halten, die Steine mit den Händen hin- und herschubsen: Immer gibt es ein neues Bild, ähnlich wie ein Kaleidoskop. Über einer solchen Schüssel mit Steinen kann man prima zur Ruhe kommen, fast ein bisschen meditieren. Und je mehr man hinschaut, desto  eher kommt wahrscheinlich ganz plötzlich eine neue Idee für ein Schmuckstück. Denn das ist das Schöne an Ruhe, Muße und/oder Meditation: Das fördert die Kreativität, lässt Ideen sprudeln. Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Ihnen die besten Ideen dann kommen, wenn sie gar nicht damit rechnen? Beim Spazierengehen im Wald... beim Wischen....beim Nichtstun.... beim Einschlafen... Deswegen sollte man ja eigentlich immer einen Block am Nachttisch haben, um solche Gedankenblitze zu notieren. Ideen sind nämlich wie Pusteblumen: Sie sind im nullkommanix wieder verflogen - und weg. Und das wär doch schade!

Karat statt Kalorien fürs Osternest

Kette 12 03 2019 5Karat statt Kalorien - schmiegen sich schön ans Dekollete, legen sich aber nicht auf die Hüfte. Foto: LambachJetzt locken sie wieder - die vielen bunten Kugeln, zumeist aus Schokolade, mit oder ohne Füllung,  fürs Osternest. Darfs ein bisschen mehr sein? Meist wird diese Frage mit Ja beantwortet - und das heißt: Her mit den vielen Kalorien, die Fastenzeit hat schließlich ein Ende. Mit der Füllung dieser Strickketten legt man aber nicht zu - und vor allem: Sie wird auch nicht schlecht: Karat statt Kalorien heißt das Motto.Hier schmiegen sich die bunten Kugeln schön ums Dekollete - passen trotzdem prima in ein kleines Osternest und danach legen sie sich nicht als Polster auf die Hüfte. Schließlich soll, sofern sich die Fastenzeit auch positiv aufs Gewicht ausgewirkt haben sollte, dieser Effekt nicht gleich wieder zunichte gemacht werden. Für mich als Schmuckgestalterin war übrigens die Bitte, die Kette "schön bunt" zu füllen, eine schöne Aufgabe, die viel Spaß gemacht hat: Welche Edelsteine passen  farblich zusammen, sind die Perlen auch gleich groß, welche Steine haben eine richtig schön kräftige Farbe? Als Ergebnis der Suche nach passenden Edelsteinen hab ich jetzt eine ganze Schale voll gleich großer, bunter Steine. Damit kann man natürlich Schmuck machen, aber auch richtig schön spielen: Wie legen sich die Steine, wenn sie bewegt werden, wie fühlt sich das an? Man kann darüber auch ein bisschen meditieren. Auf jeden Fall bringen sie Ruhe.... Aber das ist schon wieder ein Thema fürs nächste Mal.

Schmuck, Steine und mehr: Die Inhorgenta

inhorgenta2019 10Ein Besuch auf der Inhorgenta gehört dazu - am vergangenen Wochenende habe ich mich ins Getümmel gestürzt und mir einen klitzekleinen Überblick verschafft. Denn die Umöglichkeit, alle 1052 Aussteller  zu besuchen, das hab ich an einem Tag nicht wirklich geschafft.... Foto: AttenhauserEdelsteine, Schmuck, Werkzeug und vieeeel mehr - das ist die Inhorgenta. Eine mit 1052 Ausstellern aus aller Welt riesige Messe. Ich war am vergangenen Wochenende zum dritten Mal da und frag mich, ob es überhaupt in vier Tagen möglich ist, diese große Schmuck-Messe auch nur annähernd zu fassen: So viel ist hier zu sehen. Tatsache ist: An einem Tag (mehr ging dieses Jahr leider nicht) kann man sich nur einen kleinen Überblick verschaffen unter anderem über die faszinierende Technik des 3-D-Druckers oder über die Anziehungskraft der bunten, funkelnden Edelsteine. Auch wenn es nur ein kurzer Tag war - er sorgt für neue Materialien und neue Ideen für meine Schmuckstrickerei Kettenherz. PS: Interessant ist übrigens nicht nur das Messe-Angebot an sich, mit seiner unendlichen Vielfalt an Möglichkeiten. Interessant ist es einfach auch nur, zuzuschauen, wer wie wohin auf der Messe geht. So kurz ich heuer auch da war - ich freu mich schon wieder, wenn nächstes Jahr mehr Zeit dafür übrig ist.

Inhorgenta: Die ganze Welt des Schmucks

inhorgenta2018 11040 Aussteller präsentieren auf der Inhorgenta in München am Wochenende die ganze Welt des Schmucks.   Foto: AttenhauserFür ein paar Tage kann man in Riem, auf dem Gelände, das früher mal unser Flughafen war, wieder abheben  - in Sachen Schmuck:  Auf der Inhorgenta trifft sich hier von Freitag, 22. bis Montag, 25. Februar,  ein internationales Fachpublikum in Sachen  Uhren und Schmuck -  allein 1040 Aussteller aus der ganzen Welt sind vertreten und präsentieren Uhren, Schmuck, Steine, Werkzeug, Bücher, und, und und… Im vergangenen Jahr machten sich über  27 000 Fachbesucher aus 72 Ländern ein Bild über die Welt der Juwelen. „Besuchen Sie uns auf der Inhorgenta“ schreiben meine Silber- und Steine-Partner ‑ das mach ich doch gern, denn: Ein Besuch der Messe gehört für die Schmuckstrickerei Kettenherz unbedingt dazu – Material und  Inspiration für Neues ist hier garantiert....

Steinreich....

Ina Ketten 10 02 2019 2Strang um Strang: Lauter Edelsteine, einer schöner als der andere. Foto: LambachMan tut das ja nicht. Den Damen in den Ausschnitt gucken. Sie tun aber alles dafür, dass man es tut. Schminken sich, schmücken sich, lassen eben mal einen Knopf weiter geöffnet. Normalerweise schauen ja nur die Männer – klammheimlich, manchmal direkt, manchmal so unverfroren, dass frau ihnen Einhalt gebieten muss. Ich bin Frau – aber ich schaue den Damen auch gern in den Ausschnitt. Allerdings gilt mein Interesse weniger den Dingen, die Männer üblicherweise so interessieren. Ja, es heißt, sie schauen als erstes in die Augen. Ganz kurz vielleicht, aber dann wandert der Blick nach unten – angeblich nachgewiesenermaßen… 

Nein, ich schaue ihnen auf den Hals – sofern eine Kette ihn umschließt. Aus reiner Neugierde. Von Berufs wegen. Schon in meinem Hauptberuf als Journalistin ist Neugierde  eine Grundvoraussetzung, ohne sie geht es einfach nicht. Solch eine quasi „Berufskrankheit“ macht natürlich auch vor anderen Dingen nicht halt. So bin ich auch als Kettenstrickerin und Schmuckgestalterin neugierig aus Prinzip.

Und wenn  eine so schöne Kette lockt – dieser Tage bei der Dame  im der Hofmetzgerei aus verschiedenen Edelsteinen zusammengesetzt – dann frag ich schon mal, ob ich ein bisschen näher treten darf. Ja, manchmal frag ich auch lieber nicht. Meistens schon und meistens darf ich – manche wundern sich mehr,  manche weniger. In dem Fall dann ist man ganz schnell im schönsten Gespräch über Steine: welche es sind, wo sie herkommen, und – ach, wir Damen mit Faible für diese kleinen, bunten Dinge lieben es, „steinreich“ zu sein. Ich auch: Ich  hab gerade wieder  neue  bestellt – als faszinierendes Material – und wirklich viel mehr als nur „Füllmaterial“ für die nächsten Ketten. Das einzige Problem ist: je mehr Steine, desto größer die Qual der Wahl.

Die Anziehungskraft der Steine

ina Schmuck 18 01 2019 1 4Ungewöhnlich gut: Der Labradorit mit flachen Rechtecken als Kette. Foto: Lambach Es gibt Steine, die haben eine ganz besondere Anziehungskraft:  Bei den Mineralientagen im Herbst zum Beispiel wurde  diese Kraft ganz deutlich: An einem der vielen Stände in der Messehalle, bunt und voller Mineralien, hing er. Einer von vielen, aber der, der sich mir aufdrängte: Der Strang mit den rechteckigen Labradoriten – schillernd in seinem typischen Farbenspiel. Ich ging vorbei, schaute weiter, doch es half alles nichts: Ich musste wieder zurück. Wie magnetisch angezogen von diesem Stein.

Ja, der Labradorit ist mein Lieblingsstein. Es gibt edlere, natürlich (und die sind zweifelsohne sehr schön). Aber der Labradorit ist ein besonderer Stein. Mit ihm hat  meine Schmuckstrickerei sich weiter entwickelt - in der Kombination von Silber und Edelsteinen. In einem Heft hatte ich eine Kette mit Steinen gesehen, die einfach faszinierend waren. Auch hier blieb der Gedanke haften, daraus wurde eine Idee, die Beschäftigung mit Steinen. Und das Staunen über die Dinge: Das fing beim Namen an: Labradorit – ein Stein wie ein Hund? Ein Laberstein? Spricht man dann zuviel? Natürlich nicht. Der Name bezieht sich auf den ersten Fundort –  vor rund 250 Jahren wurde er erstmals auf der kanadischen Halbinsel Labrador gefunden. Von seinem blau-grau-grünen Schimmern stammt der Ausdruck labradorisieren – der dieses besondere Farbspiel beschreibt, das entsteht, wenn sich die Lichtstrahlen in den Lamellen des Steins brechen.

Also kaufte ich den ersten Strang Edelsteine  - nicht ahnend, dass noch viele folgen würden. Die Labradorit-Kette war nicht lange fertig, da ergab sich aus einem Rest gestricktem Silber fast zwangsläufig die Kombination mit Steinen, Perlen, Glaskugeln. Eine Schatzkiste tat sich auf: Damit eröffneten sich tausende Möglichkeiten zur Gestaltung von gestrickten Ketten.

Der Labradorit wurde ein (fast) ständiger Begleiter. An einem Tag am Meer zeigte er mir auch, dass es stimmt, was man von ihm sagt: Dass er sich seiner Umgebung anzupassen vermag. In der Tat war mein Armband nach diesem Tag auf See deutlich schillernder: Das (Büro)-Grau war verflogen, die Seine leuchteten eindeutig mehr blau. Beeindruckend, was Steine können. Sie sollen ja noch viel mehr können – aber das ist ein ganz anderes Thema.

Blog - Silber, Strick und Steine

blockDer Block für den Blog. (Foto: Lambach)Eigentlich ist mein Block normalerweise ja einer, mit dem ich mir in meinem Hauptberuf als Redakteurin Notizen mache  - und da ist die "händische" Version ungeschlagen immer noch die Beste. Nicht aber online. Mein Blog hier (meine Finger wollen immer noch "Block" schreiben)  informiert übers Stricken mit Silber und anderen Metallen, über Edelsteine und viele Aspekte, die sich in der Arbeit an und mit schönem Schmuck ergeben. - Ina Lambach

 

 

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